Neue Stolpersteine für Freiburg

Am 12. Juli 2010 verlegte der Kölner Künstler und Initiator des Stolpersteinprojekts Gunter Demnig zwei neue Stolpersteine für homosexuelle Opfer des NS-Terrors – für Fritz Hauser in der Zunftstraße 5 und für Edwin Rümmele in der Berliner Allee 9. Informationen zu diesen 2 Männer sind in der letzten Ausgabe von „schwulinfreiburg“, Juni/Juli 2010, zu finden. Am nächsten Tag verlegte er in Überlingen einen Stolperstein für Franz Klauser, ebenfalls ein Opfer des §175. Information zu Franz Klauser ist in meinem Aufsatz „Schicksale männlicher Opfer des §175 StGB in Südbaden 1933-1945“ zu finden. In Freiburg liegen jetzt 4 Stolpersteine für homosexuelle Opfer – für Hauser und Rümmele und seit 2005 für Erich Mäder in der Jahnstraße 10 und für Hans Winterhalter in der Fürstenbergstraße 7. Stolpersteine sollen an alle Opfer des NS-Staates erinnern. Zurzeit gibt es etwa 25 000 Steine in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. In Freiburg alleine liegen inzwischen über 330 Stolpersteine. Man stolpert nicht im wörtlichen Sinne über diese Steine sondern mit dem Kopf und mit dem Herzen. Um den Text zu lesen, muss man sich bücken. Das soll eine Verbeugung vor den Opfern sein. Weitere Informationen zu dem Stolpersteinprojekt gibt es unter: www.stolpersteine.com Bill Schaefer