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Queeres Leben – Poltische Kämpfe und kulturelle Freiräume seit 1968

radio-dreyeckland

“Soziale Bewegungen im Dialog” , Sende- und Veranstaltungsreihe bei Radio Dreyeckland

Anfang der 70er Jahre soll es endlich mit ihrer Unsichtbarkeit vorbei sein: Das „Coming out“ wird für die Schwulenbewegung zum Credo und zur Zerreißprobe. Lesben erobern ihren eigenen Platz in der feministischen Bewegung, später gründen sich erste Interessensvertretungen trans- und intersexueller Menschen. Seit 45 Jahren streiten sie auch in Südbaden laut und öffentlich für soziale, persönliche, politische und juristische Anerkennung nicht-heteronormativer Lebensrealitäten.

ERZÄHLCAFÉ

Fr., 10. Oktober, 20:15, Jos-Fritz-Café Gemeinsame und getrennte Geschichte(n). Von Tuntenstreits, sozialistischer Befreiung, Heiratsplänen und frauenidentifizierten Frauen – Wendepunkte, Konflikte, Alleingänge und Bündnisse. Drei Aktivist_innen erzählen.

Interviews und Debatten im Radio im Oktober:

  • Fr, 17.10., 19:30: Das Erzählcafé zum Nachhören
  • Do, 13.10., 20h: Auf der Welle gegen den Strom – schwul-lesbische Medien
  • Fr, 7.011., 19h: An)erkannt werden – vor dem Gesetz, von den Nachbarn, von den Mitkämpfer_innen
  • Fr, 21.11., 19h: (Schutz)räume erobern- schwule Bücher lesen im Lesbenfrühling

Weitere Infos und alle Sendungen zum Download auf:
www.rdl.de/soziale-bewegungen

Queerer Stadtrundgang am Mittwoch, 29.10.2014

gaymap

Der queere Stadtrundgang bietet die Möglichkeit, sich einen Überblick über die “Szene” in Freiburg zu verschaffen. Robert Sandermann führt uns zu den wichtigsten Stellen in der Stadt, wie Bars, Party-Locations, etc. Danach gehen wir noch gemeinsam etwas trinken. Vor allem natürlich für Neulinge geeignet, die die Stadt sowie neue Menschen kennenlernen möchten. Der Stadtrundgang startet an der Rosa Hilfe Freiburg, Adlerstr. 12, um 18 Uhr.

luststreifen 2014 – queer cinema basel

luststreifen

Süsser Schmerz | 2.-5. Oktober 2014, neues kino basel

«Beim ersten Mal, da tut’s noch weh.» Aber auch beim siebten Luststreifen-Festival haben wir uns noch längst nicht an den Schmerz gewöhnt und leiden unter ihm, geniessen ihn und finden ihn in allen möglichen Spielarten: Bei Jürgen und Manfred im Wohnzimmer, bei der Domina auf der Preisliste, beim Verlust der grossen Liebe, bei der plastischen Chirurgin auf dem OP-Tisch. Unsere Filmauswahl von pornographischen Kurzfilmquickies über Trashkultklassiker und Dokumentationen bis zum durchgeknallten, bonbonbunten Eröffnungsfilm spürt den einschneidenden, schmerzvollen und kariessüssen Momenten nach: Luststreifen 2014 ist Süsser Schmerz.

Aber wir beschränken uns nicht nur auf die Leinwand: das experimentierfreudige Basler Publikum darf in diesem Jahr einen Schritt weiter gehen. In gleich zwei Workshops können wir unter fachkundiger Anleitung unsere Grenzen ausloten. Sexpertin Alexandra Haas und BDSM Insider Hermann Dubach helfen uns, Sadomasochismus in den sexuellen Alltag einzubauen und Michael Ronsky führt interessierte Paare in die japanische Bondage-Kunst Shibari/Kinbaku ein.

Am Eröffnungsabend gibt es neben der Schweizer Premiere von Yann Gonzalez’ in Cannes heftigst diskutiertem Spielfilmdebüt Begegnungen nach Mitternacht queere Punk-Chansons von Les Délicieuses aus Lausanne und natürlich das schönste Publikum der Stadt. Das darf dann auch am Samstag auf der Party mit dem vielversprechenden Motto Porn to be wild alle Hemmungen fallen lassen.

Wir freuen uns auf spannende Gespräche mit Filmemacherinnen und Zuschauern, auf ein angeregtes und erregtes Zusammentreffen bei den siebten Luststreifen!

Bitte beachtet, dass Ihr Euch bei Interesse bis spätestens 24. September 2014 zu unseren Workshops anmelden müsst.

www.luststreifen.ch

Der schwule Literatur-Club geht an den Start!

ein_perfekter_kellner

WANN? Am 20.09. um 19 Uhr
WO? In der Rosa Hilfe, Adlerstr. 12 (im Innenhof des Grethergeländes)
WIR fangen an mit A.C. Sulzer “Ein perfekter Kellner”
ALLE sind willkommen!

Der “perfekte Kellner” Erneste ist ein einsamer Homosexueller, dessen Leben seit Jahrzehnten gleichförmig verläuft. Nur vor dreißig Jahren gab es einen Glücksmoment für ihn, denn damals glaubte er, die große Liebe gefunden zu haben. Aber seine Gefühle wurden verraten.

Der 1953 in Basel geborene Schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer erzählt die traurige Geschichte in einer undramatischen, bewusst etwas altmodisch wirkenden Weise, ohne Gefühlsüberschwang und in einer behutsam geschliffenen Sprache. Dabei führt er die Ereignisse der Gegenwart (1966) und die Erinnerungen der Beteiligten an die Vergangenheit (1935/36, 1941) parallel, bis sich am Ende ein Gesamtbild ergibt.