Samstag, 19. April 2014

Ich habe schwule Freunde - Webvideopreis 2014

Bei dem Titel fragt man sich sicher: Marcel hat schwule Freunde? Wer hätte das gedacht? Allerdings geht es heute mal ausnahmsweise nicht um ihn, sondern um Franziskarrrrrrr! Anschauen und für Marcel abstimmen.


Mittwoch, 9. April 2014

30. April bis 7. Mai: 30 Jahre Schwule Filmwoche

"Wie Perlen reihen sich die Jahre" - so sagt man anläßlich des 30. Hochzeitstages! Streng genommen feiern wir in diesem Jahr eine "Perlen-Filmwoche", den dieses Jahr wird die Schwule Filmwoche 30 Jahre und ist nach wie vor das älteste noch existierende schwule Filmfest Deutschlands.
Nun schenkt die Filmwoche den Zuschauerinnen und Zuschauern nicht etwa eine Perlenkette mit 30 Perlen (wie es am 30. Hochzeitstag Brauch ist), wohl aber besteht das Filmprogramm aus jeder Menge "cineastischer Perlen", die es zu entdecken lohnt! Seit Monaten bereits sichtet das rund zehnköpfige ehrenamtlich agierende Team der Filmwoche Werke aus der ganzen Welt, besucht Festivals und verhandelt mit Verleihfirmen. In Kürze wird das genaue Programm feststehen. Einige Highlights stehen aber schon jetzt fest.
So wird die Jubiläums-Filmwoche durch eine Gala eröffnet werden. Diese wird am Mittwoch, den 30. April 2014, im Kino Kandelhof stattfinden. Moderiert wird diese von dem Musikkabarettisten Holger Edmaier(www.holger-edmaier.de), der für dieses denkwürdige Event gewonnen werden konnte. Erwartet werden Gäste aus der Politik und der langjährigen Geschichte der Filmwoche.Im Anschluß wird ein ganz besonderes Kino-Highlight gezeigt.
Aber auch während der guten Woche des Festivals werden mehrere Gäste im Kino Kandelhof erwartet, Regisseure stellen ihre Werke vor und Schauspieler/innen stellen sich den Fragen der Zuschauer/innen.
Ein weiteres Highlight wird die traditionelle Filmparty sein, die am Samstag, den 3. Mai 2014 im Club "Wheit Rabbit" stattfinden wird - übrigens erstmals mit zwei (!) Tanzflächen und einem Nichtraucherbereich. Und auch hier erwarten die Organsiatoren "Überraschungs-Gäste" ...
Im Mittelpunkt der Filmwoche stehen aber selbstredend - die Filme. Gebucht ist bereits der Gewinner des diesjährigen Teddy-Awards: "The Way He Looks" aus Brasilien. Der Regisseur Daniel Ribeiro erzählt eindringlich die Geschichte einer Dreiecks-Freundschaft von zwei Jungen (einer davon ist blind) und einem Mädchen. Eindringlich schildert er das langsame und vorsichtige Herantasten der beiden Jungen, deren Liebe und deren Coming Out das Dreier-Gefüge deutlich verändert."Melting Away" führt hingegen nach Israel. Der transsexuelle Asaaf wird von seinem Vater aufgrund seiner sexuellen Neigung verstoßen. Jahre später, inzwischen hat Asaaf das Geschlecht gewechselt und heißt nun Anna, liegt der Vater im Sterben und sein Sohn bzw. nun seine Tochter kümmert sich als Krankenschwester um ihn. Werden Anna und ihr Vater Frieden schließen?Aus Südamerika kommt der Spielfilm "Feriado" von Diego Araujo, der von dem schüchternen Juan erzählt, der den selbstbewußten Juano kennen und lieben lernt - ungeachtet der gesellschaftlichen Konventionen. Doch deren Liebe wird auf eine harte Probe gestellt!Aus deutschen Landen kommt die Tragikkomödie "Ich fühl mich Disco", die zwar bereits im Kino lief, jedoch dort von der schwulen Szene eher übersehen wurde. Bereits in der vergangenen Filmwoche war der Film "Dicke Mädchen" von Axel Ranisch im Programm und erregte viel Aufmerksamkeit. Der neue Film des Regisseurs ist deutlich heiterer als der letzte und erzählt die Geschichte Florians, der allzu gerne mit seiner Mutter in bunten und verrückten Kostümen durch die Wohnung tanzt. Der Vater kann mit dem übergewichtigen Sohn eher weniger anfangen, jedoch hält die offene Mutter die Familie zusammen. Das Gefüge kommt ins Wanken, als die Mutter urplötzlich ins Koma fällt und einen überforderten Vater mit dem pubertierenden Sohn zurüchläßt. Die Beiden werden gezwungen, sich einander anzunähern.
Insgesamt werden rund zwanzig Filme vom 30. April bis zum 7. Mai 2014 dem Freiburger Publikum vorgestellt. Darunter finden sich mehrere Filmkomödien, Dramen, Dokumentationen und Kurzfilme. Apropos Kurzfilme: selbstredend darf auch in diesem Jahr ein spezielles und exklusives Kurzfilmprogramm nicht fehlen.
Das genaue Programm wird ab Anfang April auf der Website der Filmwoche vorgestellt: www.schwule-filmwoche.de. Außerdem liegt ab April auch ein ausführliches Programmheft in den Kinos und vielen Kneipen und Geschäften aus.

12.04.14 Rainbow Lounge

... der neue Treff der Rosa Hilfe mitten in der City von Freiburg auf dem Grethergelände in der Adlerstraße 12, 79098 Freiburg.

Wir begrüßen Euch am Samstag, den 12.04.2014, ab 20:00 Uhr, zum netten Beisammensein, Erleben, Quatschen, Diskutieren und Kennenlernen. Danach wollen wir zusammen zur SchwuLesDance Party auf Waldsee gehen.
Jeder ist willkommen. Alle sind eingeladen. 

Mittwoch, 2. April 2014

Grenzenlos GAYRecht statt ungerecht!

CSD-Freiburg gegen Homo- und Transphobie. Diskriminierung stoppen. Ausgrenzung beenden. Gewalt verhindern. Liebe leben.

Die Aufstände in der Christopher Street 1969 sind ein Symbol für die Versuche Homo- und Transsexueller sich gegen die staatliche Unterdrückung ihres Liebeslebens zur Wehr zu setzen. Die Auseinandersetzungen stellen eine Art Zäsur in der öffentlichen Wahrnehmung des Widerstands gegen heteronorme Machtverhältnisse da - Machtverhältnisse die in der Verfolgung und Ermordung Homosexueller eine historische Kontinuität haben. In Deutschland gipfelte diese im Nationalsozialismus, wo die Verschärfung des §175 dazu führte, dass tausende Homosexuelle in Konzentrationslager verschleppt wurden und damit dem Naziterror zum Opfer fielen. Seither wurde viel erkämpft, der §175 der sexuelle Handlungen unter Männern unter Strafe stellte wurde 1994 endlich abgeschafft. Und obwohl Homo-, Bi-, Inter- und Transsexuelle und Transgender in Deutschland nicht mehr verfolgt werden, kann von einer wirklichen Gleichberechtigung in allen gesellschaftlichen Bereichen keine Rede sein.

Von staatlicher Seite wird noch immer diskriminiert, was nicht der Heteronorm entspricht. So werden homosexuelle Paare einkommenssteuerrechtlich anders behandelt und sie haben nicht in gleichem Maße das Recht Kinder zu adoptieren wie heterosexuelle. Transsexualität ist per Transsexuellengesetz und im ICD10 bzw. im DSM4 als psychische Krankheit definiert. Transsexuelle Menschen und Transgender-Personen gelten entgegen ihrer Selbstdefinition als "geschlechtsidentitätsgestörte Frau oder Mann" und damit als kranke, behandlungsbedürftige Menschen. Ihnen wird also vom Staat nicht zugestanden, ihre Geschlechtsidentität selbst zu bestimmen.

Aber nicht nur staatlicherseits gibt es in Deutschland Handlungsbedarf. Die aktuelle Debatte um den Bildungsplan in Baden-Württtemberg zeigt, wie rechtes Gedankengut gepaart mit religiösem Fanatismus dazu führen, dass Menschenfeindlichkeit und Antihomohetze wieder einen Nährboden finden. Dass die Selbstmordrate von schwulen Jungs siebenmal höher ist als bei anderen Gleichaltrigen wird kaum registriert. Vielmehr propagieren rechte und rechtspopulistische Gruppen, religiöse und sogenannte konservative „Bürger“ den Untergang der Menschheit, nur weil laut neuem Bildungsplan künftig in Schulen vermittelt werden sollte, dass es mehr gibt als Mann und Frau und die Liebe in der Hetero“normalität“.

In allen gesellschaftlichen Bereichen werden wir damit konfrontiert, dass es normal sei heterosexuell zu sein, inklusive einem Wust sexistischer Rollenbilder die Mann und Frau zu erfüllen haben. Laut Schätzungen ist jede_r zehnte bis jede_r vierte Mensch homosexuell. Alleine in Deutschland leben laut Schätzungen etwa 8 Millionen Homosexuelle und über 50.000 Transsexuelle. Die Zahl von Intersexuellen wird in Deutschland auf bis zu 800.000 Menschen geschätzt. Umfragen zufolge wagt es aber gerade einmal jede_r vierte Homosexuelle offen zu seiner Sexualität zu stehen. Das heißt, dass es nur ein Bruchteil der Menschen schafft ihre Sexualität oder Liebe zu leben und die überwiegende Mehrheit von Homosexuellen ein unerträgliches Versteckspiel oder Doppelleben führen, was für den Profifußball ebenso gilt wie für alle anderen Lebensbereiche. Bei transsexuellen Menschen liegt die Dunkelziffer derer die versteckt leben noch höher. So führt gerade die Angst vor Ausgrenzung und Gewalt dazu, dass es kaum möglich die Anzahl der „sexuell anderen“ realistisch zu benennen. Sicher ist, dass es Homo-, Bi-, Inter-, Transsexuelle, Transgender und queere Identitäten schon immer gab und auch künftig in allen Gesellschaften und Kulturen geben wird.

Menschen zu verfolgen und sie durch religiösen oder staatlichen Eifer zu ermorden, zementiert lediglich Machtstrukturen die alle Menschen am Leben hindert, die die Norm der Heterosexualität nicht erfüllen. Homo- und Transsexuelle müssen fliehen und ihre Familien verlassen, weil es noch immer Staaten gibt in denen ihnen lediglich aufgrund ihrer sexuellen Orientierung die Todesstrafe droht. Diese Dramatik wird dadurch noch verschärft indem Länder wie Deutschland mit genau solchen Regierungen bzw. Regimen zusammenarbeiten bzw. im diplomatischen Eiertanz keine klaren Worte finden. Und die Gesetzeslage gegen sogenannte sexuelle Minderheiten verschärft sich weiter, wie beispielsweise in vielen afrikanischen Staaten oder auch in Indien und Russland. Staatliche Verfolgung und religiöse Hetze sind Wasser auf die Mühlen von reaktionären, rechtsextremen und konservativen Kräften, was dazu führt, dass zum Beispiel im Jahr 2014 in Russland Neonazis Kopfprämien für die Ermordung von Homosexuellen zahlen. In vielen Ländern werden Webseiten gesperrt in denen das Wort „GAY“ auftaucht. Die großen Religionsgemeinschaften allen voran Christentum und Islam treiben Homophobie und die Ausgrenzung von Homosexuellen weltweit voran. Die psychischen und physischen Folgen für die Betroffenen sind katastrophal.

Es stimmt, dass in den vergangenen Jahrzehnten viel erkämpft wurde und es positive Entwicklungen für sogenannte sexuelle Minderheiten gab; und trotzdem sind die derzeitigen Zustände in Deutschland nicht akzeptabel. Weltweit sind sie unerträglich.

Der Christopher Street Day ist ein Gedenk- und Festtag an dem wir auf die Straßen gehen. Ein Tag an dem wir unser Leben in die Öffentlichkeit tragen. Ein Tag an dem wir Gleichberechtigung für ALLE fordern. Ein Tag von 365 Tagen im Jahr. Der CSD ist ein Tag an dem wir allen Opfern von Homophobie und Sexismus gedenken. Ein Tag an dem wir feiern und an dem wir kämpfen; für eine Welt in der Ausgrenzung und Diskriminierung keinen Platz mehr haben. Wir haben genug von politischen Sonntagsreden und falscher Toleranz. Wir fordern eine ernsthafte Auseinandersetzung mit LSBTTIQ-Themen auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen.

Mit der ersten CSD-Demonstration in Freiburg seit über 10 Jahren verleihen wir unseren Forderungen auch im Süden Deutschlands Nachdruck.

 - Wir fordern eine Offenlegung und das Ende jeglicher Gewaltanwendungen gegen Menschen aufgrund deren Abweichung von der Heteronorm. Damit verbinden wir auch das konsequente Vorgehen gegen nationalistische, rechtsextreme und religiöse Propaganda. 
- Wir fordern die Unterstützung von Menschen die Aufgrund ihrer körperlichen Ausprägung oder ihrer sexuellen Neigung fliehen mussten; Bleiberecht für alle und das Ende der Residenzpflicht für Flüchtlinge. 
- Wir fordern ein sofortiges Ende der Lohndiskriminierung von Frauen in Deutschland inklusive der Verbreitung sexistischer Rollenbilder und patriarchaler Machtvorstellungen. 
- Wir fordern die sofortige und ersatzlose Streichung der Kategorie „Geschlechtsidentitätsstörung“ aus den das gängigen Krankheitskatalogen ICD und DSM und somit ein sofortiges Ende der Transpathologisierung in Deutschland. 
- Wir fordern die völlige Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften, inklusive des vollen Adoptionsrechts. 
- Wir fordern die Anpassung der Bildungspläne an queere Lebensrealitäten, frei von religiösdominierten, heteronormen und sexistisch geprägten Machtstrukturen. 
- Wir setzen uns ein für einen gemeinsamen Kampf für die Rechte ALLER, unabhängig welcher sozialer, kultureller oder geografischer Herkunft, Fähigkeiten, körperlicher Ausprägungen oder sexueller Orientierung. 
- Wir wünschen uns mehr Solidarität innerhalb emanzipatorischer sozialer Bewegungen, weil Diskriminierungsformen miteinander verschränkt sind. 

 In diesem Sinne sehen wir uns auf den Straßen und in allen anderen Bereichen des Lebens. Wir feiern zusammen, wir lachen, weinen, arbeiten, faulenzen, freuen uns und streiten miteinander.

WIR LEBEN WIE WIR WOLLEN UND WIR LIEBEN WEN WIR WOLLEN. 

Orgateam des Freiburger CSD 2014

Weitere Infos unter:
https://www.facebook.com/CSDFreiburg
http://tcsd.blogsport.de
http://twitter.com/CSDFreiburg

Donnerstag, 27. März 2014

28.03.14: Die Party mit DJane Aglaia

Das Freitagscafé der Rosa Hilfe Freiburg e.V. präsentiert: die zweite Runde unserer "Viva la Diva"-Party.
Serviert werden poppige Elektromischungen und ginnige Drinks und mehr.

Kommt und tanzt zahlreich!
Wir freuen uns auf euch.