Öffentlichkeitsarbeit

fudder.de: Selbstversuch: Zu Besuch in einer schwul-lesbischen Philosophengruppe

fudder.de: Selbstversuch: Zu Besuch in einer schwul-lesbischen Philosophengruppe

Gruppen, News, Öffentlichkeitsarbeit
Eine schwul-lesbische Philosophengruppe – wozu braucht es das denn? fudder-Autor Sédric hat es bei den Rosa Philosophen herausgefunden. Seit 2008 trifft sich die Gruppe zwei Mal im Monat in den Räumen der Rosa Hilfe. Wie läuft so ein Treffen ab "Gemütlich hier!", ist mein erster Gedanke nachdem ich mich auf eines der Sofas gesetzt habe und langsam darin versinke. Man reicht mir ein Bier. Bei leicht gedimmten Licht und einem Pils lässt es sich gut philosophieren. Auch wenn die Mehrheit der acht anwesenden Mitglieder eher alkoholfrei unterwegs ist. Eigentlich habe ich keine Ahnung von Philosophie. "Das macht aber auch nichts", versichert mir Dirk Häusler. Er ist der ständige Moderator der Rosa Philosophen und erklärt weiter: "Wir sind eine Laiengruppe und kaum einer hat Philosophie stu
KONTEXT: Verfolgt der Liebe wegen

KONTEXT: Verfolgt der Liebe wegen

Bildung, Erinnerungsarbeit, News, Öffentlichkeitsarbeit
Von Oliver Stenzel Beim Christopher Street Day in Stuttgart feiern Menschen jeder Sexualität gemeinsam. Die Verfolgung von Homosexuellen bis in die sechziger Jahre ist aber immer noch kaum aufgearbeitet. Seit Januar dokumentiert eine Homepage Schicksale aus Baden-Württemberg. Franz Wolff liebte Männer. Deshalb wurde der Stuttgarter Kaufmann gleich mehrmals in der NS-Zeit wegen "widernatürlicher Unzucht" verurteilt. Von 1938 an verbrachte er bis Kriegsende die meiste Zeit in Haft, unter anderem in den berüchtigten Emslandlagern, einer Gruppe von Strafgefangenenlagern im heutigen Niedersachsen. Viele Schwule kamen auch in Konzentrationslager, wo sie durch den "Rosa Winkel" sofort von den anderen Häftlingsgruppen zu unterscheiden waren. Während Tausende Schwule der NS-Verfolgung zum
Warum fudder die Rosa Hilfe unterstützt

Warum fudder die Rosa Hilfe unterstützt

Öffentlichkeitsarbeit
fudders "Club der Freunde" kooperiert mit der wichtigsten Anlaufstelle für LSBTTIQ* in Freiburg. Warum uns das wichtig ist und wie Du das auf fudder bemerken wirst. "Fudder hat die Rosa Hilfe als Partner gewählt, weil uns ein liberales, buntes und offenes Freiburg sehr wichtig ist", sagt Markus Hofmann, Gründer von Fudder und stellvertretender Chefredakteur der Badischen Zeitung. „Fudder hat die Rosa Hilfe als Partner gewählt, weil uns ein liberales, buntes und offenes Freiburg sehr wichtig ist“, sagt Markus Hofmann, Gründer von Fudder und stellvertretender Chefredakteur der Badischen Zeitung. Seit mehr als zehn Jahren berichtet die Redaktion von Fudder.de über Neuigkeiten aus Freiburg – und zwar aus der Perspektive und mit der Sprache junger Menschen. Fudder berichtet über die regi
Badische Zeitung: Rehabilitierung von verurteilten Schwulen

Badische Zeitung: Rehabilitierung von verurteilten Schwulen

Erinnerungsarbeit, News, Öffentlichkeitsarbeit, Politik
Zehntausende Männer sind bis Ende der 60er Jahre in der Bundesrepublik wegen homosexueller Handlungen bestraft worden. Justizminister Maas (SPD) will diese Urteile nun pauschal aufheben. "Für die Homosexuellen endete die Nazizeit erst 1969", sagt der Schwulenaktivist Mathias Falk von der Rosa Hilfe in Freiburg. Erst in jenem Jahr nämlich wurde ein Gesetz aus dem "Dritten Reich" aufgehoben, der Paragraph 175 des Strafgesetzbuches, der für Sex zwischen Männern eine Gefängnisstrafe vorsah. Wie viele Männer genau nach diesem Paragraphen in der Bundesrepublik bestraft wurden, weiß man nicht. Schätzungen von Historikern kommen auf 50.000 bis 64.000 Verurteilungen. Auch wie viele damals Verurteilte noch am Leben sind, weiß niemand genau. Jetzt aber sollen sie späte Wiedergutmachung erfahren
Der Sonntag: „Wir machen ordentlich Dampf“ – 4000 Teilnehmer beim CHRISTOPHER STREET DAY

Der Sonntag: „Wir machen ordentlich Dampf“ – 4000 Teilnehmer beim CHRISTOPHER STREET DAY

Öffentlichkeitsarbeit
Unter dem Motto „Mein Herz schlägt gegen rechts“ demonstrierten gestern 3000 Leute beim Christopher Street Day (CSD) gegen Intoleranz und für Akzeptanz und Vielfalt. Regenbogenfahnen, Seifenblasen und überhaupt alles möglichst bunt: Mit schrillen Farben und lauter Musik zeigten die Teilnehmer der Freiburger Gay-Pride-Parade, dass sie mit der steigenden Rechts-Gesinnung in Deutschland und Europa nicht einverstanden sind. Der Zug startete dieses Jahr pünktlich um 15 Uhr am Freiburger Konzerthaus. Über die Bismarckallee am Hauptbahnhof vorbei und über den Friedrichsring bewegten sich 14 Festwagen und rund 21 Kleingruppen wie Schwusos (SPD), Piratenpartei oder die Studierendenvereinigung Asta zum Siegesdenkmal. Vor dem Erzbischöflichen Ordinariat in der Herrenstraße, das traditio

Der Sonntag: Für viele zu spät – Rehabilitierung für vom Staat verfolgte Schwule in Aussicht

Erinnerungsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Politik
Anfang Mai war der Freiburger Heinz W. zwei Tage in Berlin. Auf einer großen Pressekonferenz hatte dort die Antidiskriminierungsstelle der Bundesregierung das Ergebnis eines Rechtsgutachtens verkündet: Eine Rehabilitierung der homosexuellen Männer, die in der Bundesrepublik im 20. Jahrhundert nach dem Paragrafen 175 sei nicht nur mit dem Grundgesetz vereinbar – der Gesetzgeber habe aufgrund seiner Schutzpflicht per Verfassung sogar die Pflicht, sie zu rehabilitieren. „Das Gutachten stellt die Bestrafungen nach dem Paragrafen 175 praktisch als Menschenrechtsverletzung fest, sagt Heinz W. Der 73-Jährige, der später mit Christine Lüders, der Leiterin der Antidiskriminierungsstelle auf dem Podium stand, vertrat dort sozusagen die Opfer: In den 60er Jahren hatte ihn die Freiburger Poliz