Fr. 17.05. – 20:00 Uhr – Buchvorstellung: „Ich habe ja nichts gegen Schwule, aber …“ @ art jamming

Tusch und Jubel!!
Ehe für alle – endlich!!
Und nun ist alles gut? Keineswegs.

Homophobie / Homofeindlichkeit ist weit verbreitet, auch in der Mitte der Gesellschaft.

Das behauptete aufgeklärte Selbstbild der bundesdeutschen Mehrheitsgesellschaft wird überraschend schnell unscharf, wenn vollumfängliche gesellschaftliche Teilhabe eingefordert wird, wenn jetzt mit der „Ehe für alle“ nicht endlich gut ist.

Diesen Befund fächert der Autor Johannes Kram in seinem Buch „Ich habe ja nichts gegen Schwule, aber …“ in 17 Kapiteln auf.

Kram ist überzeugt: Wenn Heterosexuelle Homophobie nicht reflexhaft von sich weisen, sondern sich mit der strukturellen, gesellschaftlichen, aber auch mit der versteckten individuellen beschäftigen, könnten sie eine Menge über sich selbst und die Verfasstheit unserer Gesellschaft lernen.

Hier und wir in Freiburg doch nicht.

Aber wir sollten uns erinnern: Der Freiburger CSD musste das Gericht bemühen, um in der Kaiser-Josef-Straße demonstrieren zu können. Nicht auf dem Messegelände, am Rand, sondern in der MITTE der Stadtgesellschaft. Wenigstens an einem Tag im Jahr.

Freitag, 17. Mai 2019, 20 Uhr stellt Johannes Kram sein Buch im art jamming (Günterstalstr. 41, 79102 Freiburg) vor.  Selbstverständlich besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen.
 Der Eintritt ist frei. Die Buchvorstellung ist eine Veranstaltung der Grüne Alternative Freiburg im Gemeinderat.

Johannes Kram ist Autor, Blogger und Marketingstratege.

Sein Nollendorfblog („Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber) erhielt 2016 eine Nominierung für den Grimme Online Award. 2019 erhielt er die Kompassnadel, einen der wichtigsten Community-Preise, vergeben vom Schwulen Netzwerk NRW. Er ist Kolumnist beim medien (und BILD)- kritischen BILDblog. Die Charta der Vielfalt wählte ihn zum Themenbotschafter für den Bereich „Sexuelle Orientierung und Identität“. Sein medienkritisches Theaterstück „Seite Eins“ wurde bisher in sieben verschiedenen Inszenierungen produziert.