Der Sonntag | Stadträte: CSD soll durch die Kajo ziehen

Veranstalter klagt gegen Auflagen der Stadt.

Der Umzug zum Christopher-Street-Day, den 23. Juni soll am kommenden Samstag auch durch die Freiburger Fußgängerzone ziehen dürfen, das verlangen in einem Schreiben an die Rathausspitze die Fraktionen der FDP, der Freien Wähler, der Liste JPG, der Grünen, der SPD und der Unabhängigen Listen. Beim CSD handele es sich um eine für die Stadt bedeutende Großveranstaltung, schreiben die Stadträte, die Schwulen- und Lesbenparade sei für Freiburg, das ja auch die Charta der Vielfalt unterzeichnet habe, ein Ausdruck von Offenheit und Toleranz. Morgen soll das Thema im Hauptausschuss des Gemeinderates besprochen werden.

Im Freiburger Ordnungsamt dagegen bleibt man bei der Auffassung, dass ein Umzug mit mehreren tausend Teilnehmern und diversen Festwagen derzeit nicht an einem Samstag durch die Einkaufsmeile geleitet werden könne. Die Sicherheit der Fußgänger sei gefährdet und der Straßenbahnverkehr für längere Zeit unterbrochen, so unter anderem die Argumente. Die Veranstalter des CSD allerdings fragen sich, warum sie vor zwei Jahren mit derselben Parade noch ohne Probleme durch die Kajo durften – und wollen die Haltung der Stadt vom Verwaltungsgericht prüfen lassen.

Die Haltung der Stadt könnte auch von der Kritik herrühren, die sie zuletzt hatte einstecken müssen. Da war in der von Baustellen umzingelten Freiburger City mehrfach der Verkehr zusammengebrochen – schon ohne jegliche Parade.jki

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/stadtraete-csd-soll-durch-die-kajo-ziehen–153641861.html