Forschungsprojekt zum Thema Essstörungen und Geschlecht

Interviewpartner*innen gesucht

Worum geht es?

Im Rahmen meiner Promotion beschäftige ich mich mit den Zusammenhängen zwischen Anorexie/Bulimie und Geschlecht (im Sinne von Geschlechtersozialisation und Geschlechtsidentität) sowie sexueller Orientierung. Mich interessiert, wie betroffene Menschen unterschiedlichen Geschlechts und sexueller Orientierung diese Probleme erlebt haben und welche Wege sie gefunden haben, damit umzugehen.

Warum?

Ich bin der Überzeugung, dass Probleme mit Körper/Essen bzw. Essstörungen von Seiten der Psychologie noch immer unzureichend verstanden sind. Als Erklärung dafür, dass größtenteils junge Frauen* betroffen sind, wird meist das Schlankheitsideal angeführt, aber ohne dieses in einem weiteren gesellschaftlichen und geschlechtsspezifischen Zusammenhang zu stellen. Feministische Ansätze haben dies getan, allerdings wird sich hier meist auf heterosexuelle cis-gender Frauen beschränkt und keine Erklärungen für betroffene Menschen mit anderen Geschlechtern angeboten.

Ziele des Projekts

Ich möchte bestehenden feministischen Ansätzen eine queere, möglicherweise geschlechterübergreifende Perspektive zur Seite stellen.
Ich möchte erfahren, was vor diesem Hintergrund wichtig für das Erleben und das zurecht Kommen mit / Überwinden von Essstörungen ist.

Ich möchte die Perspektiven betroffener Menschen für den wissenschaftlichen Diskurs und auch für die praktische Psychologie sichtbar machen.

Interviewpartner*innen gesucht

Ich suche Menschen verschiedenen Geschlechts und verschiedener sexueller Orientierung, die Erfahrungen mit Anorexie oder Bulimie gemacht haben, inzwischen aber einen Weg gefunden haben damit umzugehen bzw. sich nicht mehr als akut betroffen empfinden, und die bereit sind ihre Erfahrungen mit mir zu teilen. Selbstverständlich ist alles was erzählt wird vertraulich und wird anonymisiert.

Meine eigene Person

Ich habe Psychologie studiert und engagiere mich in queerfeministischen Zusammenhängen. In meiner Forschung versuche ich einen kritischen Standpunkt zu vertreten. Dabei bin ich mir bewusst, dass meine Tätigkeit selbst Machtdynamiken enthalten oder reproduzieren kann. Mir ist außerdem bewusst, dass psychologische Sichtweisen und Bezeichnungen aus machtkritischer Perspektive oft fragwürdig sind. Ich gebe mein bestes, um mit den Widersprüchen, die kritische Forschung in der Psychologie mit sich bringt,umzugehen.

Ich teile mit meinen Interviewpartner*innen die Betroffenenperspektive in Bezug auf Essstörungen, nicht aber die möglicherweise erfahrene Diskriminierung aufgrund von queerer Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung. Ich bemühe mich um größtmögliche Sensibilität und Respekt und bin offen für Fragen, Anregungen und Kritik.

Bei Interesse oder Fragen schreibt mir an: ed_research@posteo.de