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Samstag, 19. April 2014

Ich habe schwule Freunde - Webvideopreis 2014

Bei dem Titel fragt man sich sicher: Marcel hat schwule Freunde? Wer hätte das gedacht? Allerdings geht es heute mal ausnahmsweise nicht um ihn, sondern um Franziskarrrrrrr! Anschauen und für Marcel abstimmen.


Mittwoch, 9. April 2014

30. April bis 7. Mai: 30 Jahre Schwule Filmwoche

"Wie Perlen reihen sich die Jahre" - so sagt man anläßlich des 30. Hochzeitstages! Streng genommen feiern wir in diesem Jahr eine "Perlen-Filmwoche", den dieses Jahr wird die Schwule Filmwoche 30 Jahre und ist nach wie vor das älteste noch existierende schwule Filmfest Deutschlands.
Nun schenkt die Filmwoche den Zuschauerinnen und Zuschauern nicht etwa eine Perlenkette mit 30 Perlen (wie es am 30. Hochzeitstag Brauch ist), wohl aber besteht das Filmprogramm aus jeder Menge "cineastischer Perlen", die es zu entdecken lohnt! Seit Monaten bereits sichtet das rund zehnköpfige ehrenamtlich agierende Team der Filmwoche Werke aus der ganzen Welt, besucht Festivals und verhandelt mit Verleihfirmen. In Kürze wird das genaue Programm feststehen. Einige Highlights stehen aber schon jetzt fest.
So wird die Jubiläums-Filmwoche durch eine Gala eröffnet werden. Diese wird am Mittwoch, den 30. April 2014, im Kino Kandelhof stattfinden. Moderiert wird diese von dem Musikkabarettisten Holger Edmaier(www.holger-edmaier.de), der für dieses denkwürdige Event gewonnen werden konnte. Erwartet werden Gäste aus der Politik und der langjährigen Geschichte der Filmwoche.Im Anschluß wird ein ganz besonderes Kino-Highlight gezeigt.
Aber auch während der guten Woche des Festivals werden mehrere Gäste im Kino Kandelhof erwartet, Regisseure stellen ihre Werke vor und Schauspieler/innen stellen sich den Fragen der Zuschauer/innen.
Ein weiteres Highlight wird die traditionelle Filmparty sein, die am Samstag, den 3. Mai 2014 im Club "Wheit Rabbit" stattfinden wird - übrigens erstmals mit zwei (!) Tanzflächen und einem Nichtraucherbereich. Und auch hier erwarten die Organsiatoren "Überraschungs-Gäste" ...
Im Mittelpunkt der Filmwoche stehen aber selbstredend - die Filme. Gebucht ist bereits der Gewinner des diesjährigen Teddy-Awards: "The Way He Looks" aus Brasilien. Der Regisseur Daniel Ribeiro erzählt eindringlich die Geschichte einer Dreiecks-Freundschaft von zwei Jungen (einer davon ist blind) und einem Mädchen. Eindringlich schildert er das langsame und vorsichtige Herantasten der beiden Jungen, deren Liebe und deren Coming Out das Dreier-Gefüge deutlich verändert."Melting Away" führt hingegen nach Israel. Der transsexuelle Asaaf wird von seinem Vater aufgrund seiner sexuellen Neigung verstoßen. Jahre später, inzwischen hat Asaaf das Geschlecht gewechselt und heißt nun Anna, liegt der Vater im Sterben und sein Sohn bzw. nun seine Tochter kümmert sich als Krankenschwester um ihn. Werden Anna und ihr Vater Frieden schließen?Aus Südamerika kommt der Spielfilm "Feriado" von Diego Araujo, der von dem schüchternen Juan erzählt, der den selbstbewußten Juano kennen und lieben lernt - ungeachtet der gesellschaftlichen Konventionen. Doch deren Liebe wird auf eine harte Probe gestellt!Aus deutschen Landen kommt die Tragikkomödie "Ich fühl mich Disco", die zwar bereits im Kino lief, jedoch dort von der schwulen Szene eher übersehen wurde. Bereits in der vergangenen Filmwoche war der Film "Dicke Mädchen" von Axel Ranisch im Programm und erregte viel Aufmerksamkeit. Der neue Film des Regisseurs ist deutlich heiterer als der letzte und erzählt die Geschichte Florians, der allzu gerne mit seiner Mutter in bunten und verrückten Kostümen durch die Wohnung tanzt. Der Vater kann mit dem übergewichtigen Sohn eher weniger anfangen, jedoch hält die offene Mutter die Familie zusammen. Das Gefüge kommt ins Wanken, als die Mutter urplötzlich ins Koma fällt und einen überforderten Vater mit dem pubertierenden Sohn zurüchläßt. Die Beiden werden gezwungen, sich einander anzunähern.
Insgesamt werden rund zwanzig Filme vom 30. April bis zum 7. Mai 2014 dem Freiburger Publikum vorgestellt. Darunter finden sich mehrere Filmkomödien, Dramen, Dokumentationen und Kurzfilme. Apropos Kurzfilme: selbstredend darf auch in diesem Jahr ein spezielles und exklusives Kurzfilmprogramm nicht fehlen.
Das genaue Programm wird ab Anfang April auf der Website der Filmwoche vorgestellt: www.schwule-filmwoche.de. Außerdem liegt ab April auch ein ausführliches Programmheft in den Kinos und vielen Kneipen und Geschäften aus.

Freitag, 26. April 2013

29. Schwule Filmwoche Freiburg vom 1. - 8. Mai 2013 im Kino Kandelhof

Anfang Mai geht Deutschlands dienstältestes schwules Filmfestival an den Start! Eine Woche lang ist wieder großes (schwules) Kino in Freiburg zu erleben. Derzeit wird noch an dem Programm gearbeitet, gefeilt, es wird gestritten, gelitten, gesichtet und verworfen, denn nur die besten Filme sollen schließlich den Weg in's Kino Kandelhof finden!

Mit dabei natürlich der Gewinner der diesjährigen Teddy Awards: "In The Name of ..."/" W imię...". Der polnische Film galt sogar als aussichtsreicher Anwärter auf den Goldenen Bären, die Ehre wurde ihm leider nicht zuteil. Aber zumindest durfte er sich des queeren Filmpreises zurecht erfreuen, denn die Geschichte über einen schwulen katholischen Priester in Polen wurde von der Regisseurin Małgośka Szumowska treffend inszeniert. Schön anzusehen ist auch der spanische Film "The Sex of Angels"/"El sexo de los ángeles" - und das nicht nur wegen seiner überaus attraktiven Hauptdarsteller. In dieser Dreierbeziehung - eine Frau und zwei Männer - wird der Zuschauer authentisch und freizügig Zeuge, wie die Lebensentwürfe der Protagonisten nach und nach über den Haufen geworfen werden, um sich hemmungslos ihrer Leidenschaft zu ergeben. Dieser romantische Film macht einfach Spaß!

Lieber Filme aus deutschen Landen gewünscht? Kein Problem! Unter anderem gibt es "Dicke Mädchen" zu sehen. Was kostet die Produktion eines packenden Kinofilms? Mehrere Millionen? Viele Fördermittel? Manchmal reichen 517 Euro und 32 Cent! Nicht zu glauben? Ist aber so? Zumindest gibt der Regisseur diese Produktionskosten für seinen Film an. Der eigentliche Wert des Filmes ist aber nicht in Geld zu messen, sondern in den vielen Ideen, der Leidenschaft des Teams und den tollen aber ungewöhnlichen Hauptdarstellern - "ungewöhnlich" deswegen, weil sie eigentlich "gewöhnlich" sind. Das hat man nicht so oft im Kino! Zum Lachen gibt es dieses Jahr auch so einiges. Zum Beispiel die Yuppie-Komödie "Gaybe". Jenn und Matt, beste Freunde aus College-Zeiten, beschäftigen sich da eher mit der jüngsten Generation, die erst noch zu produzieren ist. Jenn ist Single und Yoga-Lehrerin, Matt ist schwul und hängt noch immer seinem Ex-Freund hinterher - und beide wollen zusammen ein Kind! Ob das klappt und eine gute Idee ist, das gibt es auf der Leinwand zu sehen.

Insgesamt gibt es rund 20 Spielfilme, Dokumentationen und ein exklusives Kurzfilmprogramm zu sehen. Hingewiesen sei noch auf ein Film-Musical hingewiesen, das zwar bereits 2006 in die deutschen Kinos kam, dort aber von der schwul-lesbischen Community eher übersehen wurde. Zu unrecht! Denn neben der grandiosen Musik (schon der einführende Song "Seasons of Love" ist ein Hit!) wird hier das Leben einer Clique erzählt, in der es in Sachen Sexueller Ausrichtung alle Varianten gibt: schwul, lesbisch, trans, hetero und der frustierte Single. Alle Formen sind gleichgestellt. "Rent" basiert auf dem gleichnamigen Broadway-Hit ist macht einfach Spaß!

Besonders hingewiesen sei noch auf zwei Sonderveranstaltungen. Zum einen findet am Freitag, den 3. Mai 2013, um 21 Uhr die 10. (!) Schwule Büchernacht mit Sebastian Reiß statt - und diese "10" veranlasst uns zu feiern! So wird Sebastian Reiß an diesem Abend nicht nur auf seine bekannt unterhaltsame und beigeisternde Weise literarische Leckerbissen vorstellen, sondern er bringt Gäste mit: so stellen Alexander Ahlert und Philipp Fleiter ihr Buch "Was von Liebe übrig bleibt" vor. Und musikalisch umrahmt Nikolas Kuri, Sänger von "A5 Richtung wir", die "Jubiläums-Ausgabe" der Schwulen Büchernacht.

Last but not least sei noch auf unsere ebenfalls schon traditionellen Filmparty im WHITE RABBIT CLUB hingewiesen, die ebenfalls am Freitag, 3. Mai 2013, ab 22 Uhr stattfindet. Wie immer ist sie der ideale Ausgleich für eine Woche lang fleißiges Filme-Schauen!

Das genaue Programm der Schwulen Filmwoche erscheint ab Anfang April in einem Extra-Heft, einzusehen ist es selbstredend auch auf der Website www.schwule-filmwoche.de.

Und damit Vorhang auf für die 29. Schwule Filmwoche Freiburg!

Sonntag, 13. Januar 2013

14.01. Filmpremiere "Klänge des Verschweigens"


Am Montag, 14.01 um 19.30 Uhr findet im Kommunalen Kino Freiburg Aufführung des neuen Dokumentarfilms „KLÄNGE DES VERSCHWEIGENS“ des Potsdamer Regisseurs Klaus Stanjek statt. Nach der Uraufführung dieses Films am 12.12.12 im Thalia-Kino in Potsdam wird dies die zweite öffentliche Vorführung und damit auch die Freiburg Premiere sein. Im Anschluss wird Dr. Hans-Peter Hagmann mit dem Regisseur Klaus Stanjek ein Filmgespräch führen.

Der Film rekonstruiert das bewegte Leben des Sängers und Pianisten Wilhelm Heckmann (http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Heckmann), dem Onkel des Filmemachers. Seine Familie machte daraus ein Geheimnis, was den Ausgangspunkt der Filmerzählung bildet. Der hochtalentierte Sänger Heckmann trat als Unterhaltungsmusiker über sechs Jahrzehnte in ganz Deutschland und der Schweiz auf. Die Presse hatte seine Auftritte vielfach gelobt, so noch im April 1937: „Willi Heckmann, der musikalisch gar nichts vermissen lässt ...“ „...erfreut sich bei Direktion wie Publikum des besten Rufes...“ „Man hört selten einen Musiker mit einer so guten und schönen Stimme – Opernarien oder Schlagerkehrreime, alles gleich gut.“ Wenig später wurde er unter ungeklärten Umständen von der Gestapo verhaftet und ins Konzentrationslager eingewiesen (KZ Dachau, später Mauthausen, insgesamt fast 8 Jahre KZ-Haft). Die letzte Spur vor seiner KZ-Einweisung ist ein Eintrag im Gefangenenbuch des Münchener Polizeigefängnisses. In der Rubrik „Grund der Inhaftierung“ findet sich bei Heckmann lediglich die Angabe „Prüfung der Schutzhaft“, während bei anderen Gefangenen konkrete Straftatvorwürfe genannt wurden (z.B. „arbeitsscheu“, „gewerbliche Unzucht“ oder „Päderast“...). Offenbar war bis zu diesem Tag kein eindeutiger Haftgrund nachweisbar. Die Gestapo kennzeichnete ihn als Homosexuellen, im KZ musste er den „Rosa Winkel“ tragen. Nach dem Lager Dachau kam er ins KZ Mauthausen.

Nach jahrelanger Arbeit im Steinbruch wurde er im „KZ-Orchester“ eingesetzt, und musste sogar zu Hinrichtungen aufspielen. Dieser Umstand rettete ihm vielleicht das Leben... Nach der Befreiung aus dem KZ blieb er das „schwarze Schaf“ seiner Familie. Der Film schildert aus der persönlichen Perspektive des Neffen, wie seine Familie mit dem schwulen Onkel umging. Mit detektivischer Konsequenz untersucht der Dokumentarfilm das, was jahrzehntelang verschwiegen wurde. Insgesamt 10 Jahre dauerten die Recherchen und die Herstellung dieses Films. Bis heute existieren nur sehr wenige Filme über die Verfolgung der Homosexuellen in Deutschland. Jürgen Enke, seit 3 Jahrzehnten aktiver Kämpfer für Menschenrechte und Gründer der Bochumer Schwulen-Initiative „Rosa Strippe“ schrieb nach Sichtung einer Vorabversion dieses Films: „Meines Wissens hat es ein derartig großartiges und berührendes Filmprojekt über einen homosexuellen Mann, der wegen seiner Homosexualität verfolgt wurde, in Deutschland noch nicht gegeben.“

In der ersten Filmrezension nach der Uraufführung nennt die Autorin den Film einen „ungemein berührenden Dokumentarfilm“. http://www.pnn.de/potsdam-kultur/706366/ Der Film begann am 12. Dezember seine Tour durch deutsche Programmkinos und wird nach Potsdam und Freiburg in Leipzig und weiteren Städten aufgeführt.

Freitag, 16. November 2012

Theater der Immoralisten: WOYZECK

Foto: Frank Müller, www.tisento.de
„Woyzeck, es schaudert mich, wenn ich denke, daß sich die Welt an einem Tag herumdreht.“ 

Der einfache Soldat Woyzeck ist Proband eines perfiden Menschenexperiments. Um seinen mageren Sold aufzubesser, verkauft er sich an einen Doktor, der ihm nichts als Erbsen zu essen gibt. Die Mangelernährung schürt dabei lediglich dessen langsam heranreifenden fixen Ideen. Als Woyzeck die drei hart verdienten Groschen nach Hause zu seiner Geliebten trägt, entflammt die Eifersucht in ihm: Vor dem Spiegel sitzt seine Marie mit einem wertvollen Paar Ohringe von einem fremden Mann: Mord liegt in der Luft...
Lediglich Blätter mit Einzelszenen hat der jung verstorbene Georg Büchner auf seinem Schreibtisch hinterlassen. Der fragmentarische Charakter des Stückes inspiriert auch die Immoralisten: Sie wagen das Experiment mit dem Experiment und zeigen pünktlich zu Büchners 200. Geburtstag WOYZECK in einer spannenden Neuinszenierung.

Premiere am 22. November 2012, 20 Uhr. 
Weitere Termine: 24./29./30. November 01./06./07./08./21./22./27./28./29. Dezember 03./04./05./10./12./17./18./19./24./25./26. Januar jeweils um 20 Uhr

Regie: Manuel Kreitmeier

mit ★ Jochen Kruß ★ Anna Tomicsek ★ Florian Wetter ★ Antonio Denscheilmann ★ Uli Herbertz ★ Uli Winterhager ★ Sebastian Ridder ★ Uwe Gilot ★

Karten können vorbestellt und online erworben werden beim BZ-Karten-Service, ReserviX, der Buchhandlung Schwanhäuser sowie auf der Homepage der Immoralisten.

Theater der Immoralisten, Ferdinand-Weiß- Str. 9-11, 79106 Freiburg, Tel. 0761/3181212 www.immoralisten.de, info@immoralisten.de

Montag, 12. November 2012

17.12.12 Weihnachts-Spezial der Schwulen Filmwoche

www.salzgeber.de
Glühwein, Punsch und Plätzchen + herzerwärmender Film; der ideale Termin, um kurz vor den Festtagen nochmal Freunde zu treffen und es sich gut gehen zu lassen. Dieses Jahr zeigt die Flmwoche ein besonderes Weihnachtsfilmchen. ALLE TIJD / ALLE ZEIT DER WELT: Kotze auf Schuhe - kann so eine Liebe entstehen? Zumindest lernt Maarten so Arthur kennen - und lieben. Ein Problem ist jedoch nicht nur der Altersunterschied zwischen den beiden, sondern auch, dass Arthur offenbar gar nicht auf Männer steht ... Die Tragikömödie ALLE TIJD beginnt als Komödie, entwickelt sich aber dann im weiteren Verlauf zu einem Melodram mit unerwarteten Drehungen und Wendungen. Dieser Film über Herzensangelegenheiten und selbst gewählte Familie erzählt uns eine mitreißende Geschichte und lässt uns dabei den Weihnachtsstress gänzlich vergessen.

Mo. 17.12.2012 - 21:00 Uhr
Kino Kandelhof
Kandelstr. 27
ww.schwule-filmwoche.de

Montag, 5. November 2012

Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie: 05.-11. November 2012

Im Wintersemester 2012/13 nehmen das SchwuLesBi- und das Gender-Referat des u-asta der Universität Freiburg zum zweiten Mal an den Aktionstagen gegen Sexismus und Homophobie satt, die vom Freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs) koordiniert deutschlandweit stattfinden. Motto ist "Gesellschaft macht Geschlecht". Um auf das Thema aufmerksam zu machen, wurde ein Programm für die Woche vom 05.-11. November erarbeitet.

06.11.12 - 20 Uhr - Media-Raum, KG IV - Filmabend: "Das verordnete Geschlecht" 

07.11.12 - 12:00-14:00 Uhr - Infostand vor der Mensa Rempartsraße - Flashmob: "Same-sex Handholding" (13:00 Uhr).

10.11.12 - ab 22:00 - Pink Party in der Mensa Bar (Pop & Elektro) - Eintritt: 3 €. Für Cross-Dresser gibt es ermäßigten Eintritt von 2€!

Dienstag, 2. Oktober 2012

Serbien verbietet Homosexuellen-Parade: Sicherheitsbedenken

In der serbischen Hauptstadt Belgrad ist eine für Samstag geplante Homosexuellen-Parade verboten worden. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge befürchtet die Polizei Gewalt durch Extremisten. Nationalisten hatten angekündigt, den Umzug zu verhindern. Damit setzt sich Serbien über eine Mahnung der Europäischen Union hinweg. Sie hatte verlangt, die Parade als Zeichen der Meinungsfreiheit zu genehmigen. Vor zwei Jahren war es während einer Homosexuellen-Demonstration in Belgrad zu schweren Verwüstungen gekommen. (Quelle: Deutschlandradio-Nachrichten) –

Der Film zur Nachricht läuft in Freiburg im Podium in der Harmonie: PARADA, Serbien / Kroatien 2012, 115 min., FSK 12, 3. Woche – Mirko will die erste Schwulenparade in Belgrad auf die Beine stellen. Und soll für Pearl die Hochzeit ausrichten. Ihr Security-Verlobter hasst Schwule. Pearl ganz cool: Kein Jawort ohne Schutz für die Parade! Fortan steht eine bunte Truppe eingefleischter Machos Seit‘ an Seite mit lesbisch-schwulen Aktivisten gegen den Mob. Köstlich unkorrekter Comedy-Blick auf den Kulturkampf zwischen liberalen Heutigen und schwulenfeindlichen Gestrigen in Serbien. „Eine wunderbare schwarze Komödie voller Irrwitz!" (ZITTY). Gewinner des Publikumspreises beim Freiburger Filmfest und im Panorama der Berlinale 2012!

Läuft am 2. Oktober um 21:15 Uhr und wurde gestern verlängert in die vierte Woche am 4., 5., 6., und 7. und 9. Oktober, jeweils um 21:10 Uhr (Kinotipp mitgeteilt von dsb, Chefredakteur des schwulinfreiburg)

www.friedrichsbau-kino.de/filme/aktuell/Parada.php

Montag, 1. Oktober 2012

Die Schönen: Eine quietschbunte „Fledermaus“

Große Operette im Wohnzimmer: Am 28. September hatte „Die Fledermaus“ Premiere, DIE Operette schlechthin des Walzerkönigs Johann Strauß Sohn. In ihrem von der Größe her eher für Kammerspiele geeigneten Haus brannten die Schönen der Nacht, die in diesem Jahr ihren 35. Geburtstag feiern konnten, wieder einmal ein wahres Feuerwerk an Einfällen und musikalischen Lustbarkeiten ab. Einige Stadtprominenz war mit dabei (…), als das kleine Ensemble aus Sänger- und SchauspielerInnen diese spritzige Komödie der Oberflächlichkeiten und Täuschungen aus der Champagner-Taufe hob. (…)
Was auf den ersten Blick angestaubt und klamottig wirkt, wird von den Schönen schon musikalisch auf überaus gekonnte Weise gegen den Strich gebürstet. Ohne ihnen zu schaden, erleben manche der bekannten, aber eben auch ausgeleierten Walzermelodien Verwandlungen zu Ragtime, Blues und Pop. Zum großen Vergnügen des Publikums entfaltete das Ensemble eine überschäumende Spielfreude.

Mehr über die Fledermaus der Schönen erfahrt ihr im nächsten SiF. Oder, wenn ihr es nicht mehr abwarten könnt, geht einfach hin…
Nächste Aufführungen sind am 5. und 6. sowie am 12. und 13. Oktober jeweils um 20:30 Uhr. Karten: www.reservix.de oder BZ-Kartenservice | dsb

Sonntag, 23. September 2012

Neue Premiere bei den IMMORALISTEN... "HEIMARBEIT"

(Foto: Frank Müller, tisento.de)
„Stell ihn in die Sonne. Wenn er mitgeht, bleib ich daheim.“ Willy hat’s vom Moped geschmissen. Jetzt ist er arbeitslos und Unterschicht. Bei Martha war’s keine Absicht, aber während Willys Krankenhausaufenthalt ist es halt passiert. Mit einem anderen Mann. Malheur! Willys Rat: „Meine Mutter hat sich drei Kinder mit einer einfachen Stricknadel abtriebn.“ Gesagt, getan. Doch das Plag kommt und hat zwei Beulen auf dem Kopf. Die Monika hat keine Beulen, die ist nämlich von Willy. Ein Kind zuviel also. Und die Heimarbeit hat gerade erst angefangen …

Bös-satirisches Volksstück vom Kultautor, Journalisten, Schauspieler und ewigen Wunddaumen Franz Xaver Kroetz, bekannt als Baby Schimmerlos aus der von ihm verfassten Fernsehserie Kir Royal.

In die Jogginghosen der kleindeutschen Bilderbuchfamilie werfen sich:
Florian Wetter, Anna Tomicsek und Jochen Kruß
Regie: Manuel Kreitmeier

PREMIERE: 27. September um 20 Uhr
Weitere Termine: 29. SEPTEMBER und 4./5./6./11./12./13./18./19./20./25./26./27. OKTOBER, jeweils um 20 Uhr
Karten bei BZ- Ticket, RESERVIX, Buchhandlung Schwanhäuser und online unter: www.immoralisten.de 

THEATER DER IMMORALISTEN
FERD.- WEIß- STR. 9-11
79106 FREIBURG
www.immoralisten.de

Montag, 4. Juni 2012

Der König des Comics - RALF KÖNIG

Gerade 50 geworden ist Ralf König auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft und begeistert sein Publikum mit Comiclesungen, in denen er seine Charaktere mit verstellter Stimme zum Leben erweckt. So geschah es unter anderem im September 2011 im Stadttheater Freiburg im Rahmen der antipäpstlichen Diskussions- und Kulturwochen von „Freiburg ohne Papst“. Der Film zeigt einen bescheidenen, zurückhaltenden Menschen, dessen Beobachtungsgabe die komischsten Situationen von uns allen entdecken lässt. Ralf König ist einer der erfolgreichsten Comiczeichner Deutschlands. 1987 wurde er mit dem Comic „Der bewegte Mann“ berühmt. Die Verfilmung mit Til Schweiger 1994 hatte über 6 Millionen Zuschauer. Er hat es geschafft, als Chronist des schwulen Alltags, auch ein großes heterosexuelles Publikum zu begeistern. Schamlos zeichnet er schwulen Sex in allen Variationen. Er zeigt mit viel Humor schwule Klischees, von der kreischenden Tunte, dem Lederkerl, der Kulturhusche, um sie im selben Moment zu widerlegen, indem er sie satirisch überzeichnet. Mit seiner Bibeltrilogie macht er sich über die Sexfeindlichkeit der katholischen Kirche lustig und mit mutigen Comics zum Islam zeigt er, dass er keine Angst vor Kontroversen hat. - Der Film zeigt den Lebensweg Ralf Königs, aufgewachsen in einem kleinen Dorf in Westfalen, bis hin zu seinen großen Erfolgen als Comiczeichner.

Regie: Rosa von Praunheim, Deutschland 2011 | 80 Min.
Kommunales Kino im Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, Freiburg, SONNTAG, 3.6., 19:30 Uhr, MITTWOCH, 6.6., 21:30 Uhr, Kartenreservierungen unter 0761 / 59800-22.

KEIGA-Dance Company

Eine Brücke zwischen Alltag und ethischen Werten schlagen die Tänzer mit einer exotischen Mischung aus modern & african dance. In „Exclusive to No One“ inszeniert die junge Gruppe aus Uganda eindrucksvoll und ästhetisch die Herausforderungen des Tanzes. Einen Annäherungsversuch an das in Uganda umstrittene Thema der Homosexualität wagen die Tänzer mit ihrem Werk „Orientation“. Die kommunikative Kraft der Choreografie, die mit Intensität getanzt wird, bezieht sich auf soziale Konflikte und verzaubert gleichzeitig.

Choreographie: Jonas Byaruhanga Tanz: Jonas Byaruhanga, Samuel Ibanda, Ken Ssewanyana, Ruva Walter, Kaddu Michael Gagawala

DO O7.O6 | FR O8.O6 JEWEILS 2O:3O UHR KAMMERTHEATER EINTRITT: 13 € / 9 € (ERM.) INFOS UND KARTEN: WWW.EWERK-FREIBURG.DE UND BZ KARTENSERVICE

Dienstag, 29. Mai 2012

Letzte Vorstellungen „FAUST IST TOT" der IMMORALISTEN ab 31. Mai

Die IMMORALISTEN spielen nach ihrem Erfolg mit „Pool, no water“ bereits das zweite Stück des Briten Mark Ravenhill, der mit Sarah Kane zu den Skandalautoren der 90er Jahre gehört. In seiner genialen Faustadaption verschwimmen die Grenzen zwischen virtueller Welt, Realität und Alptraum. Ein spannungsgeladenes und hoch gelobtes (BZ, Kulturjoker) Kammerspiel über eine Gesellschaft, die weder an Gott noch an den Teufel glaubt. – Pete ist auf der Flucht. Er hat seinem Vater, einem Software-Magnaten, die Diskette für ein weltbeherrschendes Computerprogramm gestohlen. Gemeinsam mit dem dunklen Engel Alain fährt er von der Westcoast ins Nirgendwo auf der Suche nach dem wirklichen Leben. Doch Alains schwarze Philosophie hat längst seine Seele in Brand gesteckt. Als sie im Internet den selbstzerstörerischen Teenager Donny kennenlernen, gerät die Situation vollends außer Kontrolle... Regie/ Bühne: Manuel Kreitmeier, mit: Markus Schlüter, Florian Wetter und Jochen Kruß

LETZTE VORSTELLUNGEN: Donnerstag, 31. Mai, Freitag, 1. Juni, und Samstag, 2./ Juni, jeweils 20 Uhr, Karten unter www.immoralisten.de, BZ-Ticket und Buchhandlung Schwanhäuser; Theater der Immoralisten, Ferdinand-Weiß-Str. 9 - 11 (Stühlinger Gewerbehof), 79106 Freiburg, Foto: Immoralisten

Donnerstag, 19. April 2012

Beamtenstadt erwartet Homosexuellen-Demonstration

Am ersten Juni-Samstag wird es wieder bunt und laut in Karlsruhe, wenn eine farbenfrohe Demoparade von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen und ihren Freundinnen und Freunden durch die Innenstadt zieht. Das diesjährige Motto "Liebe. Mit Recht." bezieht sich auf das Karlsruher Bundesverfassungsgericht: In den letzten Jahren prangerte das höchste deutsche Gericht wiederholt die Diskriminierung von Homosexuellen an. Die Parade endet mit einer politischen Kundgebung am Friedrichsplatz. Anschließend haben alle Interessierten bei einem Hoffest die Möglichkeit, sich über die verschiedenen Gruppen und Initiativen der regionalen queeren Szene zu informieren. Das von der Travestiegruppe Chapeau-Claque moderierte Bühnenprogramm verspricht gute Unterhaltung. Auch für ein umfangreiches Angebot an Speisen und Getränken ist gesorgt. Schon ab Mitte Mai finden zahlreiche Veranstaltungen, vom "Queergottesdienst" über eine Radwanderung bis zur Fetischparty, statt. Wer das Programm noch bereichern möchte, findet auf der Website des CSD Karlsruhe alle Informationen und das Anmeldeformular. In zahlreichen Städten Deutschlands veranstalten jährlich im Sommer Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle sogenannte Christopher-Street-Days. In der New Yorker Christopher Street setzten sich 1969 Homosexuelle gegen Razzien und Willkür der Polizei zur Wehr. Es kam zu tagelangen Krawallen und in der Folge zur Gründung homosexueller Aktionsbündnisse in vielen Ländern der Erde. Daher gilt dieser Vorgang als Keimzelle der modernen Homosexuellenbewegung. In Karlsruhe kam es nach mehreren Demonstrationen in den 80ern im Jahr 1999 zum ersten Christopher-Street-Day. Erst 2010 wurde diese Tradition fortgesetzt, durch einen Demonstrationszug zur Öffnung aller standesamtlichen Säle für homosexuelle Paare. Im vergangenen Jahr nahmen etwa 1.000 Personen an der Demoparade teil.
Weitere Infos unter http://www.csd-karlsruhe.de

Montag, 12. Dezember 2011

ROMEOS - anders als du denkst! BUNDESSTART

Ab 11. Dezember als Film des Monats im Kommunalen Kino: ROMEOS |
Deutschland 2011 | 94 Min. |
Gerade hat Lukas sein Coming Out in der
Provinz hinter sich gebracht, da tritt er sein neues Leben in der
Großstadt Köln an. Doch gleich bei Ankunft im Zivi-Wohnheim landet er
als einziger Junge im Schwesterntrakt. Immerhin wohnt da seine beste
Freundin Ine, die mittlerweile bestens in die schwullesbische Szene der
Domstadt integriert ist. Unerwartet befindet er sich inmitten eines
neuen Freundeskreises und auch gleich seines ersten Flirts: mit dem
äußerst attraktiven Macho Fabio. Aus der anfänglichen Faszination der
ungleichen Jungs für einander entwickelt sich mehr und mehr – bis Fabio
hinter das Geheimnis von Lukas kommt, und nun alle gezwungen sind, etwas
für ihre Gefühle zu riskieren… Eine Geschichte um Liebe, Verwechslung
und Identität. Romantische Coming-of-Age-Story, humorvoll und frech.
http://www.romeos-derfilm.de/index.html

Kommunales Kino im Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40

Sonntag, 11.12.2011 19:30
Dienstag, 13.12.2011 19:30
Donnerstag, 15.12.2011 21:30
Samstag, 17.12.2011 21:30
Sonntag, 18.12.2011 19:30
Mittwoch, 21.12.2011 21:30
Sonntag, 25.12.2011 21:30
Montag, 26.12.2011 19:30

Mittwoch, 7. September 2011

Do 8.09. 19:30 - Comic-Lesung mit Ralf König

Wie das geht? In "Gottes Werk und Königs Beitrag" spricht Ralf König alle Rollen zu seinen wunderbar projizierten Zeichnungen selbst. Dabei sind auch Szenen aus seinen "-typen"-Comics, die uns eine sehr ralfkönigliche Deutung des Alten und Neuen Testaments präsentieren. Immer geistreich, immer mit drastischem Humor - ein Vergnügen, dass sich keiner entgehen lassen sollte.



Veranstaltet von der Rosa Hilfe Freiburg e.V. in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater.

Dienstag, 6. September 2011

Sa 17.09. 19:30 - "Prayers for Bobby"

Die Hauptrolle in Prayers for Bobby (USA, 2009) spielt eine Mutter (Sigourney Weaver), die Mitglied in einer homophoben, US-amerikanischen Kirchengemeinde ist und durch ihren religiösen Starrsinn ihren im coming-out stehenden Sohn Bobby in den Tod treibt. Durch den Schmerz kommt sie zur Besinnung und wird schließlich zu einer Vorkämpferin für die Rechte schwuler und lesbischer Jugendlicher. Die Verfilmung folgt einem realen Fall. Nach dem Film wird es eine Diskussion im Galerieraum des Alten Wiehrebahnhofs geben. Freier Eintritt. Reservierungen beim Kommunalen Kino möglich - bei nur 99 Plätzen auch empfehlenswert. Spenden sind willkommen.

Montag, 5. September 2011

So. 25.9. 19 Uhr - Bye, Bye, Pope!

Ein satirisch-musikalischer Abschiedsgruß

Am Samstag, 24. September kommt der Papst um 12Uhr50 in Lahr an.
Am Sonntag, 25. September fliegt der Papst um 19Uhr 15 wieder in Lahr ab.

Wir wissen nicht, was der Papst zum Abschied sagen wird, oder ob er ein Lied singen wird, so wie er in Freiburg mit einem extra komponierten und getexteten Song begrüßt wird. Aber in guter Tradition und als Wegbegleitung wollen ihm eine ganze Reihe Freiburger Bands und Kabarettisten ein mehr oder weniger leises „Bye, Bye, Pope“ mit auf den Weg geben.

Beim satirisch-musikalischen Abschiedsgruß am Sonntag, 19 Uhr im Vorderhaus wirken mit: Blue Babies, Diese Wunderbare Band, Die Giselas, Stefanie Verkerk, Sybille Denker, Peter W. Hermanns, Frank Sauer, Martin Wangler, Marcus Jeroch, Schroeder und Bella Nugent.

Online-Kartenverkauf

Freitag, 10. Juni 2011

Do. 23.06.2011 - 14:00 Uhr: 21. Freiburger Lesbenfilmtage 23.-26. Juni

Bereits zum 21. Mal finden vom 23. bis zum 26. Juni im Kommunalen Kino die Freiburger Lesbenfilmtage statt. Die Eröffnung wird am Donnerstag, 23. Juni, um 14 Uhr mit einem Sektempfang im Alten Wiehrebahnhof begangen. Um 15 Uhr folgen der Eröffnungsfilm Viola di Mare aus Italien (OmU) sowie drei weitere Filme. 19:15 Uhr Lesung mit Tania Witte (Berlin) in der Galerie. Programmbeginn freitags 17:30 Uhr, samstags 15:45 Uhr, sonntags 13:30 Uhr. Das ausführliche Programmheft mit allen Infos zu Filmen, Lesung, Party... liegt im Kommunalen Kino aus.

Kommunales Kino im AltenWiBhf, Urachstr. 40
www.freiburger-lesbenfilmtage.de