Erinnerungsarbeit

“Der Liebe wegen” – ausgegrenzt und verfolgt im deutschen Südwesten

“Der Liebe wegen” – ausgegrenzt und verfolgt im deutschen Südwesten

Erinnerungsarbeit, News
Zum diesjährigen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar präsentieren Rosa Hilfe Freiburg e. V. und Weissenburg e. V., Stuttgart, das Internetprojekt „Der Liebe wegen“ (www.der-liebe-wegen.org) Mit der Webseite werden Lebensaspekte von Menschen sichtbar, die wegen ihrer Liebe und Sexualität in der heutigen Region Baden-Württemberg ausgegrenzt, gedemütigt und verfolgt wurden. Im Mittelpunkt steht die digitale Gedenkkarte „Namen und Gesichter“. Auf ihr werden über 250 Einzelschicksale von Menschen bei jenen Orten von Baden-Württemberg angezeigt, in denen diese geboren wurden, ihren letzten Wohnsitz hatten, hier verhaftet, verurteilt und/oder in ein Strafgefangenen- oder Konzentrationslager eingewiesen wurden. Viele von ihnen haben die nationalsozialistische Diktatur n

LSBTTIQ in Baden und Württemberg. Lebenswelten, Repression und Verfolgung im Nationalsozialismus und der Bundesrepublik Deutschland

Erinnerungsarbeit
Liebe Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer meiner Recherchen zur Geschichte der Lesben, Schwulen und Transgender in Baden und Württemberg, ich freue mich sehr, auf das neue Internet-Portal der Uni Stuttgart hinzuweisen, in das auch die Ergebnisse meiner Recherchen und Ihre Hinweise an mich eingeflossen sind. Unter dem Menüpunkt "Interviews" finden Sie den Zusammenschnitt meines Interviews mit Heinz Schmitz, auf das ich gerne hinweisen möchte. Die Zusammenschnitte weiterer Interviews werden folgen. Das vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg finanzierte Portal ist eine Public History-Plattform des Projekts "LSBTTIQ in Baden und Württemberg. Lebenswelten, Repression und Verfolgung im Nationalsozialismus und der Bundesrepublik Deu
Badische Zeitung: Rehabilitierung von verurteilten Schwulen

Badische Zeitung: Rehabilitierung von verurteilten Schwulen

Erinnerungsarbeit, Politik, Pressespiegel
Zehntausende Männer sind bis Ende der 60er Jahre in der Bundesrepublik wegen homosexueller Handlungen bestraft worden. Justizminister Maas (SPD) will diese Urteile nun pauschal aufheben. "Für die Homosexuellen endete die Nazizeit erst 1969", sagt der Schwulenaktivist Mathias Falk von der Rosa Hilfe in Freiburg. Erst in jenem Jahr nämlich wurde ein Gesetz aus dem "Dritten Reich" aufgehoben, der Paragraph 175 des Strafgesetzbuches, der für Sex zwischen Männern eine Gefängnisstrafe vorsah. Wie viele Männer genau nach diesem Paragraphen in der Bundesrepublik bestraft wurden, weiß man nicht. Schätzungen von Historikern kommen auf 50.000 bis 64.000 Verurteilungen. Auch wie viele damals Verurteilte noch am Leben sind, weiß niemand genau. Jetzt aber sollen sie späte Wiedergutmachung erfahren

Der Sonntag: Für viele zu spät – Rehabilitierung für vom Staat verfolgte Schwule in Aussicht

Erinnerungsarbeit, Politik, Pressespiegel
Anfang Mai war der Freiburger Heinz W. zwei Tage in Berlin. Auf einer großen Pressekonferenz hatte dort die Antidiskriminierungsstelle der Bundesregierung das Ergebnis eines Rechtsgutachtens verkündet: Eine Rehabilitierung der homosexuellen Männer, die in der Bundesrepublik im 20. Jahrhundert nach dem Paragrafen 175 sei nicht nur mit dem Grundgesetz vereinbar – der Gesetzgeber habe aufgrund seiner Schutzpflicht per Verfassung sogar die Pflicht, sie zu rehabilitieren. „Das Gutachten stellt die Bestrafungen nach dem Paragrafen 175 praktisch als Menschenrechtsverletzung fest, sagt Heinz W. Der 73-Jährige, der später mit Christine Lüders, der Leiterin der Antidiskriminierungsstelle auf dem Podium stand, vertrat dort sozusagen die Opfer: In den 60er Jahren hatte ihn die Freiburger Poliz

Der Sonntag: Am Anfang stand der Verrat

Erinnerungsarbeit, Politik, Pressespiegel, Stolpersteine
Der Historiker William Schaefer über Verfolgung HOMOSEXUELLER in der NS-Zeit Die Verfolgung homosexueller Männer in der NS-Zeit ist erstmals Thema der Gedenkveranstaltung der Stadt Freiburg am 27. Januar. William Schaefer (75) ist einer der Referenten. Der Historiker und frühere Berufsschullehrer hat zehn Stolpersteine für schwule NS-Opfer in Südbaden initiiert. Er forscht seit 15 Jahren über das Thema.

Gedenkveranstaltung: Vom Außenseiter zum Staatsfeind

Erinnerungsarbeit
Im Januar 2015 wird in Freiburg in verschiedener Weise die NS-Verfolgung männlicher Homosexueller thematisiert. Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (NS) am 27. Januar 2015 erinnert die Stadt Freiburg in einer Veranstaltung im Historischen Kaufhaus an die Verfolgung männlicher Homosexueller bis zum Tod. Ab 19.30 Uhr wird in zwei Vorträgen – Albert Knoll (KZ-Gedenkstätte Dachau) und William Schaefer (Rosa Hilfe Freiburg) – die Verfolgung und der Terror auch im südbadischen Rahmen beleuchtet. Wunderbar ergänzt wird die Gedenkveranstaltung durch Beiträge der Schönen – Musiktheater im E-Werk, die Werke präsentieren, welche die aufscheinende Gefahr - nach wenigen Jahren erster Andeutungen von Freiheit während der Weimarer Republik für gleichgeschlechtlich Liebende -

Stolperstein für Johannes Böhme

Erinnerungsarbeit
Eichrodtstraße 9, Lahr Am 14.04.2013 wird um 17 Uhr zur Erinnerung an Johannes Böhme ein Stolperstein verlegt. Günter Demnig wird an Böhmes letztem freiwillig gewähltem Wohnort in Lahr, Eichrodtstraße 9, einen Stein in das Trottoir einlassen. Die Patenschaft für den Stein übernimmt das SchwuLesBi-Referat des u-asta der Universität Freiburg. Um anlässlich der Verlegung die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Gedächtnis Böhmes zu lenken, ist es wichtig, dass bei der öffentlichen Verlegung möglichst viele Menschen anwesend sind. Wir möchten deshalb unsere herzliche Einladung dazu aussprechen, der Verlegung beizuwohnen, für die ein Rahmenprogramm organisiert wurde. Voraussetzung für die Verlegung war die Recherchearbeit des ehrenamtlichen Historikers William Schaefer. Er wird vor Ort g

TV-Südbaden: Neue Stolpersteine in Freiburg

Erinnerungsarbeit, Pressespiegel, Stolpersteine, Videos
In Freiburg sind heute zwei weitere Stolpersteine verlegt worden. Mit ihnen soll an Fritz Hauser und an Edwin Rümmele erinnert werden. Beide waren homosexuelle Opfer des NS-Terrors. Der Kölner Künstler Gunter Demnig ist der Initiator des Projekts Stolpersteine. In den vergangenen 15 Jahren hat er mehr als 22.000 Steine verlegt. Sie alle stehen für Menschen, die meisten von ihnen Juden, die im Dritten Reich verfolgt und deportiert worden sind.

Badische Zeitung: Spätes Gedenken an verfolgte Homosexuelle

Erinnerungsarbeit, Pressespiegel, Stolpersteine
"Stolpersteine" erinnern an zwei Opfer der Nationalsozialisten. Die Freiburger "Stolpersteine" Nummer 331 und 332 sind gestern in der Zunftstraße und in der Berliner Allee gelegt worden. "Stolpersteine" heißen die vom Künstler Günter Demnig angefertigten Messingtafeln im Boden, die an Menschen erinnern, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden; in Freiburg gehen sie auf eine Initiative von Marlis Meckel zurück. Die ersten wurden 2002 gelegt, die beiden neuen auf Vorschlag des Historikers William Schaefer und der Rosa Hilfe. Sie erinnern an die beiden Homosexuellen Edwin Rümmele (1892-1986) und Fritz Hauser (1892-1944). Schaefer hat zehn Jahre lang die Schicksale homosexueller Männer in der Nazi-Zeit recherchiert und die Ergebnisse in einem Aufsatz veröffentlicht (die BZ berichtet

Neue Stolpersteine für Freiburg

Erinnerungsarbeit, Stolpersteine
Am 12. Juli 2010 verlegte der Kölner Künstler und Initiator des Stolpersteinprojekts Gunter Demnig zwei neue Stolpersteine für homosexuelle Opfer des NS-Terrors - für Fritz Hauser in der Zunftstraße 5 und für Edwin Rümmele in der Berliner Allee 9. Informationen zu diesen 2 Männer sind in der letzten Ausgabe von „schwulinfreiburg“, Juni/Juli 2010, zu finden. Am nächsten Tag verlegte er in Überlingen einen Stolperstein für Franz Klauser, ebenfalls ein Opfer des §175. Information zu Franz Klauser ist in meinem Aufsatz „Schicksale männlicher Opfer des §175 StGB in Südbaden 1933-1945“ zu finden. In Freiburg liegen jetzt 4 Stolpersteine für homosexuelle Opfer - für Hauser und Rümmele und seit 2005 für Erich Mäder in der Jahnstraße 10 und für Hans Winterhalter in der Fürstenbergstraße 7. Stolp